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Gut planen und dann doch alles anders machen

gut planen

Diese Woche ging es erst mal wieder in die Küche. Die neue Arbeitsplatte mußte zugeschnitten werden. Wir haben 2 Stück a 3 m x 0,6 m gekauft und dazu Dunkel-Nussbaum-Lasur.
Schnell war die Arbeitsplatte angepasst und das Spülbecken drin und der Wasserhahn auch. Naja fast, der Wasserhahn war zwar schnell an Ort und Stelle, doch seltsamerweise hatte er mehr Anschlüsse als unsere Wand. Wir wunderten uns, dann stellten wir fest das die Bezeichnung Niederdruck-Wasserhahn wohl doch eine wichtige Bedeutung hat. Wir klemmten zunächst blau auf blau und rot auf rot und blöd – das Wasser lief einfach aus dem dritten Schlauch raus. So schnell gaben wir nicht auf. Wir sind ja gute Messemonteure. Wir klemmten zunächst den dritten Schlauch ab. Jetzt lief das Wasser aus dem Hahn, wenn man kalt anmachte. Super, Erfolg!
Aber was würde passieren, wenn bei uns tatsächlich heißes Wasser aus der Wand käme? Würde es auch aus dem Hahn kommen? Recherchen im Internet machten uns unsicher. Dort hieß es, dass eine Umnutzung eines Niederdruck-Wasserhahns auf Normaldruck nicht funktionierte, da das Mischgefäß (Stromwasserbeuler) fehlt. Zudem würde sich im abgeklemmten Teil Wasser und später Bakterien sammeln. Verdammt, dabei war unser neuer Hahn so schön!
Wir montierten letztlich den alten wieder an.
Zurück zur Arbeitsplatte: Sie ist aus schöner hellroter Buche. Schön hellrot. Sie hatte eigentlich schon die richtige Farbe. Dunkel-Nussbaum-Lasur wäre wirklich zu dunkel. Sie blieb also hell und wurde farblos geölt.
Ich stellte mal wieder fest: Man kann sich so manches vorher überlegen und planen, doch sollte man offen bleiben für spontane Änderungen und Ideen. Manches ergibt sich erst vor Ort, wenn man die Dinge zusammenstellt. Erst dann sieht man wirklich wie die Dinge werden wollen.
Wie unsere Garderobe. Hier wollte ich dickes dunkles Holz verbauen mit ein paar schwarzen Nägeln als Haken.
Ich sägte und lasierte und schraubte zusammen. Doch schon die Vorstellung das Ding dann in den Flur zu hängen gefiel mir nicht, sie würde statt industrial-style, waldhaus-bäuerlich wirken.
Ich brauchte die Garderobe nicht mal an die Wandnische zu halten um 100 prozentig zu wissen, dass sie eine Fehlbesetzung dieser Stelle wäre. Nun, sie wartet jetzt in der Waschküche auf einen anderen Platz.
Stattdessen habe ich Metallkörbe an die Wand geschraubt. Ein paar Haken und Kram aus der Restekiste dran und fertig war der Zauber. Sieht super aus im Flur.
Ah ja der Flur: Er ist so gut wie fertig. Thomas hat unter den Schichten von Tapete blaue Backstein-Fliesen freigelegt und Jörg*(* Name von der Redaktion vielleicht geändert) hat Fitzel für Fitzel die anderen Wände im Flur von dem Geschmack der 80er Jahre befreit.
Jetzt sieht man natürliches Mauerwerk mit einem Hauch von weißer Wandfarbe. Richtig toll ist dass und wenig Aufwand war es auch.
Während ich im Flur bastelte ging Thomas ins zukünftige Gästezimmer.
Davon erzähle ich im nächsten Bericht.

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